AXOLOTL Alumni Stories
Interviews mit Alumni des AXOLOTL German Med & Health Businessplan Wettbewerb.
Prof. Valmed Gründer Dr. Vera Rödel und Prof. Heinz Wiendl im Interview
(Stand: März 2026)

Wer seid ihr, was macht ihr, wann wart Ihr dabei und wie erfolgreich habt Ihr den Wettbewerb abgeschlossen?
Wir sind Dr. Vera Rödel und Prof. Dr. Heinz Wiendl, die Gründer von Prof. Valmed®. Wir haben das erste CE-zertifizierte Tool, eine KI-basierte Lösung für validierte medizinische Informationen und klinische Entscheidungsunterstützung im Gesundheitswesen entwickelt. Prof. Valmed® ist ein innovatives Tool, das Ärzten und medizinisches Fachpersonal mit evidenzbasierten, transparenten und priorisierten medizinischen Informationen unterstützt – quasi als medizinischer Co-Pilot im Alltag.
Wir haben mit Prof. Valmed® als MedTech-Startup am Wettbewerb teilgenommen, um unsere Vision einer vertrauenswürdigen medizinischen KI vorzustellen und weiterzuentwickeln. Der Wettbewerb war für uns sehr erfolgreich, da wir wertvolles Feedback, Sichtbarkeit und ein starkes Netzwerk gewinnen konnten, das uns auf unserem Weg entscheidend unterstützt hat.
Welches (gesundheitsrelevante oder medizinische) Problem löst Ihr?
Das Gesundheitssystem steht vor großen Herausforderungen: steigende Patientenzahlen, Fachkräftemangel, enorme Wissenszuwächse in der Medizin und hoher Zeitdruck im klinischen Alltag. Ärzte können die ständig wachsende Menge an Studien, Leitlinien und regulatorischen Anforderungen kaum noch vollständig überblicken.
Genau hier setzt Prof. Valmed® an: Wir stellen validierte, neutrale und evidenzbasierte medizinische Informationen strukturiert und in Sekundenschnelle bereit. Dadurch unterstützen wir bessere Diagnosen, fundierte Therapieentscheidungen und eine effizientere Patientenversorgung. Unser Ansatz kombiniert KI mit geprüften medizinischen Quellen und transparenter Nachvollziehbarkeit und ist ein entscheidender Unterschied zu generischen Informationssystemen.

Was ist Eure Vision und welche Motivation steckt dahinter?
Unsere Vision ist eine Gesundheitsversorgung, in der verlässliche medizinische Information jederzeit zugänglich, verständlich und evidenzbasiert nutzbar ist, für Fachpersonal, Forschung und perspektivisch auch für Patienten.
Die Motivation entstand aus der praktischen Erfahrung: Während ihrer langjährigen Tätigkeit in der Pharma- und Gesundheitsbranche erkannte Dr. Vera Rödel eine deutliche Lücke im Bereich vertrauenswürdiger medizinischer Information. Gleichzeitig bringt Prof. Heinz Wiendl als klinischer Neurologe die Perspektive aus der Patientenversorgung ein. Gemeinsam wollten wir eine Lösung schaffen, die Qualität, Effizienz und Digitalisierung im Gesundheitswesen nachhaltig verbessert.
Unser Leitgedanke ist: KI ersetzt nicht medizinisches Personal, aber sie kann es sinnvoll unterstützen und entlasten.
Welche Werte sind euch im Unternehmen wichtig?
Unsere zentralen Werte sind:
- Evidenzbasierung und wissenschaftliche Qualität
- Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Informationen
- Patientensicherheit
- Innovation mit Verantwortung
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Medizin, Technologie und Regulierung
Gerade im Bereich medizinischer KI ist Vertrauen essenziell. Deshalb setzen wir auf validierte Daten, regulatorische Standards und „Compliance by Design“.
Was konntet ihr aus dem Wettbewerb für euch mitnehmen?
Der Wettbewerb hat uns vor allem drei Dinge gebracht:
- Schärfung unseres Geschäftsmodells
- wertvolles Expertenfeedback aus Medizin, Regulierung und Wirtschaft
- Sichtbarkeit in der Innovations- und Startup-Community
Besonders wichtig war für uns der Austausch mit Mentoren und anderen Gründerteams, da dieser neue Perspektiven auf Produktentwicklung, Marktzugang und Skalierung eröffnet hat.
Wer/Was hat euch im Rahmen des Wettbewerbs am meisten weitergeholfen?
Am meisten geholfen haben uns der direkte Austausch mit Jury und Coaches, das strukturierte Feedback zu Strategie und Markteintritt und das Netzwerk zu Partnern im Gesundheits- und MedTech-Bereich. Gerade im stark regulierten Umfeld der Medizinprodukteentwicklung sind externe Impulse und Erfahrungsaustausch enorm wertvoll.
Habt ihr zwei bis drei wertvolle Tipps für Gründer*Innen, die noch am Anfang stehen?
- Problemfokus vor Produktfokus: Löst ein echtes, relevantes Problem – besonders im Gesundheitswesen.
- Früh mit Regulierung und Qualität beschäftigen: Gerade in MedTech ist Compliance kein Zusatz, sondern ein Kernbestandteil.
- Ein starkes interdisziplinäres Team aufbauen. Die Kombination aus Fachwissen, Technologie und Unternehmertum ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg.
Und ganz wichtig: Durchhaltevermögen. Innovation im Gesundheitsbereich braucht Zeit, Validierung und Vertrauen.

Wie ist euer Status Quo und was sind eure Pläne als junges Unternehmen?
Prof. Valmed® wurde 2023 gegründet und entwickelt KI-basierte Software- und Informationssysteme für das Gesundheitswesen.
Unser Tool stellt validierte medizinische Informationen mittels Sprachmodell-Technologie bereit und wird als medizinische Entscheidungsunterstützung kontinuierlich weiterentwickelt.
Zusätzlich zum Tool bieten wir über die Lernplattform Valmed A(I)cademy® CME-akkreditierte Fortbildungskurse sowie strukturierte Schulungen zur KI-Kompetenz im Gesundheitswesen an. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Vermittlung von KI-Kompetenz für medizinisches Fachpersonal. Hintergrund ist, dass gemäß dem EU AI Act künftig ein verantwortungsvoller und kompetenter Umgang mit KI-Systemen, zunehmend regulatorisch relevant und perspektivisch verpflichtend wird. Wir verstehen uns hier als Brückenbauer zwischen Technologie, Regulierung und klinischer Praxis.
Aktuell befinden wir uns in einer starken Wachstums- und Implementierungsphase mit Fokus auf:
- Ausbau der klinischen Anwendung und unserer CME-akkreditierten Fortbildungsangebote
- Kooperationen mit medizinischen Fachgesellschaften und Institutionen
- internationale regulatorische Expansion
- Weiterentwicklung unserer CE-zertifizierten medizinischen KI-Plattform
Langfristig wollen wir einen neuen Standard für vertrauenswürdige medizinische KI setzen und die digitale Transformation der Medizin aktiv mitgestalten – für eine effizientere, evidenzbasierte und patientenzentrierte Versorgung.
Prof. ValMed® – validated medical information GmbH, Fasanenweg 2, 63225 Langen
diamics Gründer Johannes Paul im Interview
(Stand: Februar 2026)

Ihr habt am AXOLOTL Businessplan Wettbewerb teilgenommen. Bitte stellt euch einmal kurz vor: Wer seid ihr, was macht ihr, wann habt ihr teilgenommen und wie erfolgreich wart ihr?
Vielen Dank für die Einladung zum Interview. diamics ist ein im März 2025 gegründetes Biotech-Spinoff der TU Dresden, das einen vollautonomen Multiplex-Schnelltest für sexuell übertragbare Infektionen entwickelt. Unser Team von fünf hochmotivierten Experten – angeführt von Markus, promovierter Biochemiker, und mir Johannes, Dipl. Wirtschaftsingenieur – arbeitet daran, Hochpräzisionsdiagnostik zu demokratisieren. Im Herbst 2025 nahmen wir am AXOLOTL Businessplan Wettbewerb teil und gehören stolz zu den Top 10 Finalisten. Der größte Erfolg war nicht nur die Platzierung selbst, sondern das professionelle Mentoring durch Prof. Hubert Trübel, das unsere Business-Cases kritisch hinterfragt und geschärft hat.
Welches (gesundheitsrelevante oder medizinische) Problem löst Ihr?
Sexuell übertragbare Infektionen sind ein massives globales Gesundheitsproblem, doch der Zugang zu zuverlässiger, schneller Diagnostik ist für Millionen Menschen schwierig bis unmöglich. Laborbasierte Hochpräzisionsdiagnostik ist zeitaufwendig, kostspielig und oft nicht dort verfügbar, wo sie gebraucht wird. Mit unserem vollautonomen hochpräzisen molekularen Test für Chlamydien, Gonorrhoe, Trichomonade und Mykoplasmen machen wir Point-of-Care Diagnostik von Laborqualität möglich – schnell, einfach, überall. Das ist nicht nur eine technische Innovation, sondern eine Lösung für ein echtes klinisches und gesellschaftliches Problem.
Was ist Eure Vision und welche Motivation steckt dahinter?
Jedermann, überall einen Zugang zu Hochpräzisionsdiagnostik ermöglichen. Dahinter steckt die tiefe Überzeugung, dass Qualitätsdiagnostik ein Menschenrecht sein sollte, nicht ein Privileg von wohlhabenderen Regionen oder Bevölkerungsgruppen. Wir wollen die Diagnostik-Landschaft demokratisieren – eine STI-Diagnose sollte in einer Klinik in Berlin genauso schnell und zuverlässig möglich sein wie auf dem Land oder in Entwicklungsländern. Diese Mission treibt uns täglich an.
Welche Werte sind euch im Unternehmen wichtig?
Unser Kernwert ist die Demokratisierung von Hochpräzisionsdiagnostik. Das heißt konkret: Zugänglichkeit für alle, unabhängig von Ressourcen oder geografischem Ort. Daneben leben wir täglich Qualität – unsere Tests müssen Laborstandards erfüllen, da geht es nicht um Kompromisse. Schnelligkeit ist für uns essentiell, denn eine Diagnose darf nicht warten. Nachhaltigkeit ist bei uns ein Kernantrieb. Wir verzichten bewusst auf Wegwerfelektronik und setzen und für nachhaltige Materialien zur Produktion unserer Tests ein. Und schließlich Integrität – wir handeln patientenzentriert.
Wer/Was hat euch im Rahmen des Wettbewerbs am meisten weitergeholfen?
Das Mentoring durch Prof. Hubert Trübel war entscheidend für unsere Entwicklung. Er hat unsere Business Cases nicht nur validiert, sondern kritisch dekonstruiert – das zwang uns in einem gesunden Sinne, unsere Annahmen rigoros zu überprüfen und zu hinterfragen. Konkret hat er uns bei drei Kernpunkten weitergeholfen: Erstens, wie wir schneller Kundenzugang schon im frühen Entwicklungsstadium etablieren können, anstatt erst nach dem Launch. Zweitens, wie wir Netzwerkeffekte verstehen und für unser Business nutzen. Und drittens, wie wir regulatorische Anforderungen realistisch einschätzen und navigieren können. Das war Gold wert und hat unsere Strategie nachhaltig geprägt.
Was konntet ihr aus dem Wettbewerb für euch mitnehmen?
Der AXOLOTL hat uns geholfen, unser Pitch zu schärfen und unser Geschäftsmodell gegen echte Expert:innen-Fragen zu testen. Das Feedback war nicht immer angenehm, aber es hat uns fokussierter und präziser gemacht. Wir haben auch gelernt, dass eine starke Vision, validierte Technologie und ein realistischer Geschäftssinn zusammen überzeugen – nicht nur einer dieser Faktoren allein. Das war eine wichtige Einsicht, die wir in unsere weitere Entwicklung mitgenommen haben.
Habt ihr zwei bis drei wertvolle Tipps für Gründer*Innen, die noch am Anfang stehen?
Mein erster Tipp wäre: Etabliert Kundenzugang von Tag 1. Nicht erst perfektioniert das Produkt im stillen Kämmerchen, sondern sprecht früh mit potenziellen Kunden, Kliniken und Stakeholdern. Das spart euch Monate an Verschwendung und gibt euch echtes Market Feedback statt theoretischer Annahmen. Mein zweiter Tipp bezieht sich speziell auf den Medtech- und Biotech-Raum: Versteht Regulatorik, statt sie zu fürchten. Regulatorische Anforderungen sind kein Hindernis, sondern eine Roadmap. Früh damit auseinandersetzen spart euch dramatisch Zeit und Kosten später und macht euch langfristig stärker. Und mein dritter Tipp: Achtet auf Gründer-Komplementarität. Für Hardware und Biotech braucht ihr nicht nur Technologen, sondern auch Business-People bereits in einer frühen Phase – das Zusammenspiel zwischen technologischer Exzellenz und Business-Verständnis ist entscheidend.
Wie ist euer Status Quo und was sind eure Pläne als junges Unternehmen?
Wir haben unsere klinische Validierung im November dieses Jahres abgeschlossen, sind bootstrapped und laufen gerade eine Pre-Seed Finanzierungsrunde. Dazu kommt die Platzierung unter den Top 10 des AXOLOTL, was unsere Technologie und unser Business-Konzept validierten. Für die nächsten sechs Monate haben wir klare Prioritäten: Wir werden unser Team gezielt erweitern, speziell mit Expertise in Regulatory Affairs, zusätzlicher R&D-Kapazität und Erweiterungen im Sales Team. Gleichzeitig bereiten wir intensiv unseren Zulassungsprozess vor – die Vorbereitung der CE-Zertifizierung ist unser primärer Milestone für 2026. Unser geografischer Fokus liegt auf Europa als Zielmarkt, dort wollen wir zuerst durchstarten. Ich bin sehr optimistisch, dass wir diamics zu einem echten Game-Changer im Markt entwickeln werden.
Phabioc Gründer Jannik Jungmann im Interview
(Stand: November 2025)

Ihr habt am AXOLOTL Businessplan Wettbewerb teilgenommen. Bitte stellt euch einmal kurz vor: Wer seid ihr, was macht ihr, wann habt ihr teilgenommen und wie erfolgreich wart ihr?
Wir sind PHABIOC und unsere Vision ist es, Forscher zu befähigen, die nächste Generation von pharmazeutischen und biotechnologischen Durchbrüchen zu entwickeln. Wir haben uns dazu verpflichtet, Wissenschaftlern moderne Werkzeuge und Technologien bereitzustellen, die Präzision, Effizienz und Vertrauen in ihre Arbeit verbessern – selbst für die schwierigsten Herausforderungen.
Wir haben 2024 am Wettbewerb teilgenommen und haben den 3. Platz gemacht.
Welches (gesundheitsrelevante oder medizinische) Problem löst Ihr?
Wir entwickeln und vertreiben neuartige Laborverbrauchsartikel für die forschenden Pharma- und Biotechnunternehmen, um unter anderem damit Laborprozesse effizienter zu machen und Tierversuche zu reduzieren.
Was ist Eure Vision und welche Motivation steckt dahinter?
Unsere Vision ist es, Forscher zu befähigen, die nächste Generation von pharmazeutischen und biotechnologischen Durchbrüchen zu entwickeln. Wir haben uns dazu verpflichtet, Wissenschaftlern moderne Werkzeuge und Technologien bereitzustellen, die Präzision, Effizienz und Vertrauen in ihre Arbeit verbessern – selbst für die schwierigsten Herausforderungen. Wir glauben, dass der Fortschritt im Gesundheitswesen mutige Innovationen, unermüdliche Hingabe und starke Partnerschaften erfordert. Deshalb werden wir weiterhin innovative Produkte entwickeln und bereitstellen, die unsere Kunden dabei unterstützen, die globale Gesundheit zu verbessern.
Welche Werte sind euch im Unternehmen wichtig?
- Ehrlichkeit
- Vertrauen
- Respekt
Wer/Was hat euch im Rahmen des Wettbewerbs am meisten weitergeholfen?
Am meisten geholfen haben uns die Erfahrungswerte der Vortragenden, insbesondere die Einschätzungen zu Situationen, die kurz bevorstehen und mit denen wir selbst bald konfrontiert werden könnten.
Was konntet ihr aus dem Wettbewerb für euch mitnehmen?
Wir konnten durch die Hinweise und Gutachten aus dem Wettbewerb unser Read Deck weiter verfeinern, um so noch überzeugender zu wirken. Besonders wertvoll waren die präzisen Rückmeldungen zu unserer Geschäftsstrategie und den finanziellen Aspekten, die uns geholfen haben, Schwächen zu erkennen und gezielt zu adressieren. Dadurch haben wir nicht nur die Klarheit und Struktur unserer Präsentation verbessert, sondern auch unser Geschäftsmodell optimiert, um es potenziellen Investoren noch attraktiver zu machen.
Als fortgeschrittenes Gründerteam: Habt ihr zwei bis drei wertvolle Tipps für Gründer*Innen, die noch am Anfang stehen?
- Klarheit über das Geschäftsmodell: Definiert frühzeitig, was eure Vision und euer Alleinstellungsmerkmal sind. Es hilft, die nächsten Schritte gezielt zu planen und Investoren oder Partner zu gewinnen.
- Netzwerken und Zusammenarbeit: Baut ein starkes Netzwerk auf und sucht gezielt nach Partnern, die eure Expertise ergänzen. Der Austausch mit anderen Gründer*innen und Experten kann wertvolle Perspektiven bieten.
- Flexibilität und Ausdauer: Der Weg von der Idee zur erfolgreichen Umsetzung ist oft nicht gerade. Seid bereit, euch anzupassen und nicht aufzugeben, wenn es Herausforderungen gibt.
Wie ist euer Status Quo und was sind eure Pläne als junges Unternehmen?
PHABIOC befindet sich in einer spannenden Phase der Weiterentwicklung, insbesondere beim Go-to-Market unseres zweiten Produkts, der SpecPlate. Nachdem wir erfolgreich die ersten Entwicklungsphasen abgeschlossen haben, konzentrieren wir uns nun darauf, die SpecPlate auf den Markt zu bringen. In den kommenden Jahren planen wir, unser Produktportfolio weiter auszubauen und unsere Marktposition zu stärken.
PHABIOC – Consumables für Pharma & Biotech – Phabioc
Conrepro Gründer Söhnke Kock im Interview
Stand: Oktober 2020
Was genau macht Ihr Start-up, was ist das Produkt?
Wir entwickeln, verkaufen und fertigen im Baukastensystem Trainingsgeräte für Sport und Therapie. Kern der Produkte ist ein von uns entwickeltes und in mehreren europäischen Ländern patentiertes Höhenverstell- und Wechselsystem. Dank diesem können die Geräte im Anwendungsspektrum an die individuellen Bedürfnisse angepasst und im täglichen Einsatz sekundenschnell personalisiert werden. Da jeder Klient / Patient individuelle Bedürfnisse, Ziele und Proportionen hat, ist Flexibilität eine wichtige Größe. Diese wird klassisch mit viel Equipment erkauft, was ein hohes Invest in Geräte und Platz erfordert. Genau hier sind unsere Lösungen schlanker und erheblich weniger platzintensiv.

An welchem Punkt stand Ihr Start-up zum Ende des Wettbewerbs im November 2019?
Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns technisch in der Marktreife. Für Deutschland war das Patent erteilt. Wir wollten vorrangig vordefinierte Lösungen für die von uns angepeilten Zielgruppen auf den Markt bringen. Dabei wollten wir auf einen Vertrieb über Händler gehen. Entgegen diesen Plänen haben unsere ersten Kunden, die wir zu dieser Zeit für uns gewinnen konnten, stark auf personalisierte Lösungen gesetzt. Sie sind außerdem auf uns aufmerksam geworden, bevor wir in den Katalogen erscheinen konnten. Alles was wir uns vertrieblich vorgenommen hatten, kam ganz anders. Kurz gesagt: Wir waren mitten im Umbruch und in einer Phase ständigen Schwankens bezüglich der Strategie. Vermutlich ist das ein normaler Prozess und am Realitätsabgleich kommt eh keiner vorbei, aber viel geschlafen habe ich in der Zeit nicht.
Wenn zutreffend, wie haben Ihnen der Businessplan Wettbewerb dabei geholfen / die Entwicklungen positiv beeinflusst?
Uns hat der Wettbewerb in mehrfacher Hinsicht geholfen. Wir haben bis heute bestehende Kontakte aufbauen können. Diese liefern wertvolle Impulse und Input, erwarten und fordern aber entsprechend auch. Der Zwang sich intensiv mit einer Planung zu beschäftigen und dann konkrete Handlungsanweisungen daraus abzuleiten, ist ein sehr wertvolles Learning. Das gilt grade auch dann, wenn, wie in unserem Falle, der angedachte Weg zugunsten eines anderen verworfen wird.
Welche Erfolge und Weiterentwicklung konnten Sie seit dem Wettbewerb erzielen?
Wir haben die ersten kompletten, individuellen Raumlösungen ausgeliefert, was uns wichtige Referenzobjekte geschaffen und das Spektrum größer gezogen hat. Wir bauen in Modulbauweise. Jeder neue Kundenwunsch liefert neue Module. Unsere Palette ist somit deutlich breiter geworden. Es ist uns parallel in der Konstruktion auch möglich, auf mehr bereits Bekanntes zurückzugreifen, was die Entwicklung erheblich beschleunigt. Im November 2020 wird unser erster Katalog erscheinen, der bereits zur Deadline „veraltet“ ist, da wir im Moment ständig neue Komponenten entwickeln dürfen.
Welche Erfahrungen haben Sie im Laufe Ihrer Arbeit gemacht?
Schwere Frage. Ich denke, drei der prägendsten sind, wie wertvoll ein Fokus ist, zu lernen, wann man „nein“ sagt und zu akzeptieren, dass „nein“ zu sagen der Normalfall ist. In Griffiger: Wenn man abnehmen möchte, muss man es wirklich und intrinsisch wollen und darf zu neun von zehn Bieren die einem angeboten werden gerne „nein“ sagen. Ansonsten ist man bei Neujahrsvorsätzen und die haben eine Halbwertszeit von zwei Wochen. Erst wenn einem genau bewusst ist, was man will, kann man fokussiert arbeiten. Dann erscheinen auch die richtigen Kooperationspartner, ganz gleich auf welchem Feld. Ich vermute, dass sich die ganze Kommunikation, die eigene Präsenz verändert, wenn die Idee erst richtig präzise sitzt. Wir sind mittlerweile ziemlich radikal was das angeht. Meine Don‘t Do Liste ist deutlich länger als meine To Do Liste.
Was sind Ihre Zukunftsvisionen und nächsten Schritte?
Die Vision ist einfach. Wir wollen Geräte bauen, die Trainern und Trainierenden die maximale Freiheit liefern und richtig Spaß machen. Dabei geht es mittlerweile auch leicht über den Tellerrand hinaus. Das Verstellsystem muss kein Bestandteil sein. Wir haben auch schon erste Komponenten gebaut, die für sich stehen. Für die nächsten Jahre planen wir, vorrangig auf individuelle Kunden zuzugehen. Der Vorteil ist, dass alle Module immer gleich zur Anwendung kommen und sich direkt bewähren müssen. Dies macht den Nachteil des unstrukturierten Moduloutputs erst einmal wett. Aus wiederkehrenden Wünschen werden wir weitere Paketlösungen entwickeln. Langfristig wollen wir den digitalen Trend mit einbeziehen. Dabei geht es sowohl um die Messbarkeit von Fortschritten als auch um Online Trainings und Kurse. Damit gekoppelt wird es vermutlich irgendwann Lösungen mit elektrifizierter Verstellung geben. Kurzfristige nächste Schritte sind zunächst die Implementierung eines Shops, die Aktualisierung der Homepage und Professionalisierung des Marketings.
IT Labs Gründerin Michaela Griesbeck im Interview
Was genau macht Ihr Start-up, was ist das Produkt?
Unser Hauptprodukt Alberta® ist eine App, die die gesamte Versorgung chronisch kranker Patienten steuert – einfach und digital. Alberta® schafft es, alle Versorgungsdaten zu bündeln und Versorgungsanalysen und -empfehlungen zu geben. Mit weiteren innovativen Features, wie zum Beispiel dem integrierten Bestellsystem für medizinische Produkte oder der Routenplanung für den Außendienst, wird der Behandlungszyklus der Patientenversorgung optimiert und eine lückenlose Versorgung garantiert.

An welchem Punkt stand Ihr Start-up zum Ende des Wettbewerbs im November 2019?
Zu diesem Zeitpunkt gewannen wir gerade einen neuen mittelständischen Kunden sowie zwei kleinere Kunden. Einen Großkunden konnten wir damals komplett auf unsere Software Alberta® umrüsten, sodass dieser Alberta® nun komplett im Innen- und Außendienst nutzt. So konnten wir unser Entwicklerteam auf sieben Entwickler aufstocken und das Jahr 2019 erfolgreich abschließen.
Wenn zutreffend, wie haben Ihnen der Businessplan Wettbewerb dabei geholfen / die Entwicklungen positiv beeinflusst?
Durch den Businessplan Wettbewerb stieg die mediale Aufmerksamkeit rund um unser Startup. Außerdem konnten wir unseren Erfolg beim Wettbewerb für PR- und Marketingzwecke positiv einsetzen. Wettbewerbe erhöhen die Bekanntheit und erweitern das Netzwerk, was für Startups immer sinnvoll ist.
Welche Erfolge und Weiterentwicklung konnten Sie seit dem Wettbewerb erzielen?
Seitdem konnten wir unser Produktportfolio weiter ausbauen sowie unser Hauptprodukt Alberta® stetig weiterentwickeln. Unser Team konnten wir mit neuen Praktikanten und Werkstudenten vergrößern. Nachdem wir die akute Corona-Phase gut überstanden haben, konnten wir mit dem Gewinn eines neuen wichtigen Großkunden erfolgreich und top motiviert in unser viertes Geschäftsjahr starten.
Welche Erfahrungen haben Sie im Laufe Ihrer Arbeit gemacht?
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich harte Arbeit auszahlt. Dadurch sind wir motiviert uns selbst und unser Produkt stetig weiter zu entwickeln.
Was sind Ihre Zukunftsvisionen und nächsten Schritte?
Natürlich wollen wir unser Produkt weiterentwickeln und weitere Kunden für uns gewinnen. Wir wollen die Digitalisierung, gerade im Gesundheitswesen, weiter vorantreiben, aber auch weiterhin den Blick über den Tellerrand wagen. Auch in Sachen Branchenthemen und Zukunftstrends, wie zum Beispiel E-Rezept oder künstliche Intelligenz, wollen wir unser Wissen erweitern und auf dem neuesten Stand bleiben.
Stand: September 2020
Interview mit dem Start-up FilChange
Was genau macht Ihr Start-up, was ist das Produkt?
Wir entwickeln einen neuartigen 3D-Drucker, mit dem wir beliebige Kunststoffe in einem einzigen Produkt kombinieren können. Zunächst möchten wir uns gerne als Dienstleister auf die Sanitäts- und Orthopädiebranche fokussieren und Komponenten individueller medizinischer Hilfsmittel, wie Orthesen und Einlegesohlen, fertigen. Die Herstellung erfolgt mithilfe des neuartigen 3D-Druckers sowohl zeit- als auch kosten- und ressourceneffizient.
An welchem Punkt stand Ihr Start-up zum Ende des Wettbewerbs im November 2019?
Im November des vergangenen Jahres befanden wir uns mitten in der Entwicklung unseres 3D-Druckers, den wir im Rahmen des Förderprogramms „START-UP-Hochschul-Ausgründungen“ am Fachgebiet Maschinenelemente der TU Dortmund zusammenbauen und testen dürfen. Über diese Chance freuen wir uns sehr, da es andernfalls schwierig wäre, die finanziellen Mittel für die Entwicklung aufzubringen.
Wenn zutreffend, wie haben Ihnen der Businessplan Wettbewerb dabei geholfen / die Entwicklungen positiv beeinflusst?
Der BPW Medizinwirtschaft hat uns wichtige Anregungen und Impulse vor allem zu möglichen Anwendungen gebracht. Dieser Austausch mit interessierten Menschen unterschiedlichster Fachrichtungen ist immer wieder sinnvoll, um die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Neben diesem Austausch konnten wir einige Kontakte knüpfen, die vor allem zu einem späteren Zeitpunkt des Projekts durchaus wichtig werden können.
Welche Erfolge und Weiterentwicklung konnten Sie seit dem Wettbewerb erzielen?
In der Zwischenzeit konnten wir die Entwicklung des 3D-Druckers intensiv vorantreiben, sodass diesbezüglich einige Teilziele erreicht werden konnten. Leider wurden wir dann, wie viele andere auch, durch die Corona-bedingten Einschränkungen des Universitätsbetriebs zu einer Zwangspause bei den praktischen Arbeiten im Labor gezwungen. Demnach mussten wir uns auf die Arbeiten beschränken, die im Homeoffice möglich sind – softwareseitig sind wir in dieser Zeit weit vorangekommen aber auch was den Businessplan anbelangt gab es deutliche Fortschritte. Umso motivierter sind wir jetzt wieder dabei, das Projekt auch praktisch voranzutreiben.
Welche Erfahrungen haben Sie im Laufe Ihrer Arbeit gemacht?
Das ist eine schwierige Frage! Wir haben so viel dazu gelernt, dass ich die Erfahrungen gar nicht so kurz zusammenfassen kann. Durch die unterschiedlichsten Aufgabenbereiche ist die Arbeit einfach sehr vielfältig und abwechslungsreich, was das ganze Projekt ja auch so interessant für uns macht.
Was sind Ihre Zukunftsvisionen und nächsten Schritte?
Erst einmal müssen wir jetzt das Projekt erfolgreich abschließen, hoffentlich mit einigen schönen 3D-gedruckten Teilen. Danach sehen wir weiter :).
Stand: August 2020
SHS-Med GmbH Gründer Maik Getzkow im Interview
Was genau macht Ihr Start-up, was ist das Produkt?
Mit dem HYPO-MONITORING-SYSTEM stellt die SHS-Med das weltweit erste SMARTE System vor, das dazu dient, Diabetiker bei Unterzuckerung zu unterstützen. Das HYPO-MONITORING-SYSTEM berechnet automatisch anhand des Blutzuckerspiegels und des Bewegungsstatus die notwendige Menge an schnellwirkender Glukose, um den Betroffenen aus einer Unterzuckerung rauszuholen, ohne ihn in eine Überzuckerung zu führen. Darüber hinaus werden die Unterzuckerungen getrackt und können zur Therapieanpassung an den behandelnden Arzt geschickt werden.

An welchem Punkt stand Ihr Start-up zum Ende des Wettbewerbs im November 2019?
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Unternehmen bereits gegründet. Der Businessplan Wettbewerb Medizinwirtschaft half uns das Geschäftsmodell präziser auszuarbeiten, ebenfalls passten wir die Finanzplanung an, um besser auf mögliche Investoren zugeschnitten zu sein. Im Hintergrund begann die Entwicklung von Ideen für weitere Projekte.
Wenn zutreffend, wie haben Ihnen der Businessplan Wettbewerb dabei geholfen / die Entwicklungen positiv beeinflusst?
Wir sahen die Teilnahme am BPW überwiegend als Chance für uns ein Feedback für unsere Gründungsidee zu erhalten und uns mit der deutschlandweiten Gründerszene zu vernetzen. Zudem haben wir erste Kontakte zu potenziellen Partnern und Investoren geknüpft.
Was sind Ihre Zukunftsvisionen und nächsten Schritte?
Unsere Vision: Täglich gesund leben mit Diabetes. Wir wollen Menschen mit Diabetes helfen Folgeerkrankungen zu reduzieren und damit einen positiven Verlauf der Krankheit zu unterstützen. Ein weiteres Ziel ist es, unsere Technologie über die nationalen Grenzen hinweg zu verbreiten und zur Digitalisierung der Erkrankung Diabetes mellitus beizutragen. Der erste zukünftige Schritt wird sein, gemeinsam mit unseren Produzenten bis zum Jahresende das erste Produkt auf dem Markt zu bringen und die Produkterweiterungen im Frühling 2021 den Kunden zu präsentieren. Des Weiteren streben wir eine Anschlussfinanzierung durch eine Venture-Capital-Gesellschaft an. Zuletzt ist es wichtig Branchenkontakte aufbauen, wie z.B. zu Blutzuckersensorherstellern wie Dexcom.
Stand: Juli 2020
